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Eine Abrechnungslücke messen, ohne ein Projekt daraus zu machen

Wer bei einem IT-Dienstleister vorschlägt, die Abrechnung zu untersuchen, bekommt fast immer dieselbe Antwort: dafür haben wir gerade keine Kapazität. Das ist berechtigt, wenn man an eine Prozessanalyse denkt, an Workshops, an ein Dokument mit Handlungsempfehlungen.

Es geht kürzer. Der Abgleich braucht zwei Datenquellen und eine Stunde Ihrer Zeit.

Was gebraucht wird

Lesezugriff genügt. Es muss nichts geschrieben, nichts umgestellt und niemand geschult werden.

Der Abgleich selbst

Beide Seiten werden auf eine gemeinsame Ebene gebracht, üblicherweise Kunde und Zeitraum, wo möglich Ticket. Dann wird verglichen: Wie viele abrechenbare Stunden wurden erfasst, wie viele sind als Position auf einer Rechnung gelandet.

Die Differenz ist noch keine Lücke. Sie ist eine Liste von Kandidaten. Ein Teil davon löst sich in der Prüfung auf: Vorauszahlungen, Kontingente, Positionen, die im Folgemonat abgerechnet wurden. Was übrig bleibt, ist die Zahl.

Der Schritt, den die meisten auslassen

Die Differenz zu kennen reicht nicht. Interessant wird es erst, wenn man sie nach Ursache sortiert. Vier Kategorien decken in der Praxis fast alles ab: nicht erfasst, falsch kategorisiert, beim Rechnungslauf übersehen, bewusst gestrichen.

Diese Unterscheidung entscheidet über den nächsten Schritt. Fehlende Erfassung braucht eine Erinnerung im Arbeitsfluss der Techniker. Falsche Kategorisierung braucht eine Regel, die vor der Abrechnung greift. Übersehene Positionen brauchen eine Prüfung im Rechnungslauf. Bewusst Gestrichenes braucht gar nichts, außer einer Zahl am Jahresende.

Warum es sich lohnt, das getrennt zu halten

Wer Messung und Umsetzung in einem Projekt zusammenwirft, verliert die Vergleichsbasis. Wenn parallel zur Messung schon etwas verändert wird, lässt sich hinterher nicht mehr sagen, was die Veränderung gebracht hat.

Deshalb steht bei uns die Messung vor der ersten Zeile Code, sie wird schriftlich festgehalten, und beide Seiten bestätigen sie. Ohne diesen Ausgangswert gibt es auch keine Grundlage für eine Garantie.

Dieser Text beschreibt das Vorgehen beim Lücken-Report. Der Report ist kostenlos, dauert zwei bis drei Arbeitstage und kostet Sie eine Stunde. Findet er keine relevante Lücke, sagen wir Ihnen das.
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